*28.10.1979 in Gdansk
1981 1 Jahr Gefängnisaufenthalt des Vaters Andrzej Zarebski wegen seiner Tätigkeit als solidarnosc Mitglied, häufige Besuche des Vaters im Internierungslager. Kann man nachlesen im Buch: „Od grudnia do grudnia-zapiski z internowania“
1989 kurz vor dem Mauerfall Übersiedlung mit Mama und Schwester Iza nach Ostberlin wgen der Zweitheirat der Mama mit einem Ostdeutschen, der in Gdansk Elektronik studiert hat und polnisch spricht, Adoption durch ihn mit 18
nach einem 4 monatigem Sprachkurs noch in ostberlin Besuch der Heinrich Ibsen-Grundschule
1998 während eines Aufenthaltes bei der Oma( die am selben Tag wie ich aber 1928 geboren ist, noch lebt, Krankenhausdirektorin war und für die UNO arbeiten sollte, sich aber um meinen kranken Opa kümmern wollte, der wiederum im zweiten Weltkrieg Zwangsarbeiter in Berlin war) heimliches Kennenlernen( da er das Sorgerecht verloren hat und meine Eltern den Kontakt zueinander abgebrochen haben) des Vaters, der damals Abgeordneter für Radio und Fernsehen in Polen war, seitdem stetiger Kontakt mit ihm
1999 Abitur am Heinrich-Schliemann Gymnasium, vorher nachmittags parallel Besuch einer polnischen Schule Nähe Strausberger Platz, Besuch einer Modellschule, Singen in einer Band, im Deutsch-französichen Chor und Nebentätigkeit beim Anwalt
1999 Reise nach Israel, Arbeit im Kibbuz in der Nähe von Haifa
1999-2001 Studium der Japanologie an der FU, Besuch von Psychologievorlesungen an der HU
2000 Schauspielprüfung an der Ernst Busch Schauspielschule
2001-2007 Studium der Malerei an der KHB vorwiegend bei Werner Liebmann
diverse Nebenjobs als Modell, bekleidete Figur an der KHB, Verkäuferin, Schauspieltextvorleserin, Putzfrau, Komparsin, Nachtwache in einer psychotherapeutisch betreuten WG, Führerschein
seit 2007 Arbeit im Atelier im Atelierhaus Prenzlauer Promenade
2006 Geburt des Sohnes Louis
2008 Geburt der Tochter Chloe
2014 Geburt des Sohnes Paul
drei Kinder von drei verschiedenen Künstler-Vätern, zwei davon sind Alkoholiker, meistens eine Beziehung zum Vater von Chloe, Robert, aber lange alleinerziehend, dazu ein Kater und immer schon Hunde als Begleiter
13 Jahre Elternvertreterin in Louis`Klassen und Schulen, auch im BEA
sehr viele verschiedene Reisen. u.a. nach Island schwanger mit Louis, Reise nach Kuba mit der ganzen Familie, nach Neuseeland mit kleiner Tochter Chloe, Schweden mit Robert, Dänemark und New Orleans allein und immer wieder Gdansk und Warszawa
seit 2007 freiberuflich tätig als Künstlerin im Atelier an der Prenzlauer Promenade
Dazwischen hatte ich viele Abenteuer, die ich erleben konnte, weil ich immer wieder auf mich allein gestellt war, aber auch viele traumatische Erfahrungen wie ein langwieriger Sorgerechtsprozess um Sohn Paul, Kindesmisshandlungen in der Kita Gleimstrolche in Pauls Gruppe und die Erfahrung, dass es rechtlich nicht geahndet wurde, obwohl ich auch zur TAZ gegangen bin und alles aufgedeckt wurde, der Alkoholtod des Vaters 2023, der nur 65 Jahre alt geworden ist, Kampf um das Erbe auch für meine Schwester, deren Sohn an der tödlichen Krankheit Muskeldistrophie Duchenne leidet und die unseren Vater nicht kannte, weil unsere Mutter mit ihr schwanger war, als unser Vater im Gefängnis war und sich danach von ihm getrennt hat. Ich habe seitens meiner Familie immer eine Hassliebe erfahren, weil ich nirgendwo richtig zugehörig war und musste zwischen den Familien und Ländern hin-und herpendeln, habe auch viel Neid seitens meiner Mutter erfahren, manchmal auch meines Vaters, weil sie selbst gern Künstler geworden wären, meiner Mutter hat es meine Oma verboten, die am selben tag wie ich Geburtstag hat und Krankenhausdirektorin war.
Meine Eltern haben sich nie getraut, ihren eigenen Weg zu gehen und waren vor allem deswegen depressiv. Ich habe dadurch von Klein auf, ohne es zu wollen, gelernt, mich sehr gut in Andere hineinzuversetzen, aber auch, dass das Leben und das, was wir damit machen, das Einzige ist, was wir wirklich haben. Meine Kunst war und ist immer mein Autonomiebereich, in welchem ich auflebe.
Da ich in der Hinsicht, Anderen, Größeren zu helfen, etwas missbraucht wurde, weil diese keinen anderen Ausweg sahen, bin ich sehr selbständig, musste aber lernen, auch um Hilfe zu bitten. Das fällt mir immer noch nicht leicht. Und meine Mitmenschen verstehen oft nicht, dass ich mich einfach freuen kann, weil ich am Leben bin, es aber oft eher schwerer als sie habe und kein Supermensch, nur ein ziemlich motivierter, enthusiastischer Mensch bin.
Ich bin sehr stolz auf die Familie, das Zuhause, welches ich mir und meinen Kindern und teilweise ihren Vätern geschaffen habe, ich bin stolz auf meine Beständigkeit und Arbeit diesbezüglich, da dies in der patriarchalen Gesellschaft nicht gewürdigt wird. Ich bin Anhängerin der Idee der Konsensgesellschaft-der Matriarchate, die es 25000 Jahre gab und immer noch in verschiedenen Erdteilen gibt, wo unsere menschliche Kultur und alle Religionen herkommen.
Ich bin immer wieder selbst von mir, meinen Ideen und der Fähigkeit etwas abzubilden aber auch zu verbinden, überrascht und ich freue mich, dass ich so Vieles durch mich durchfliessen lassen kann.
Dadurch dass ich aus einer kaputten Familie stamme, traumatisiert und in Deutschland aber mittlerweile auch in Polen Ausländerin bin, bin ich oft auf mich allein gestellt, da ich schon von meiner Lebenserfahrung her, ganz woanders bin als andere Menschen, aber diese Welt und die Kunst sind trotzdem für mich meine Heimat und ich mag das Leben und alle Lebewesen grundsätzlich, so dass ich nicht nur mir sondern auch Anderen oft etwas Freiheit und Lebensfreude und neue Perspektiven und/oder Ideen durch meine Kunst geben kann und will. Was ich aber leider nicht kann und wodurch ich sehr viel Neid Anderer ernte, ist diese Fähigkeiten auf Andere zu übertragen. Das ist etwas, was ich durch meine schwierige Geschichte verknüpft mit meinem Charakter herausgebildet habe und was sich nicht ohne Weiteres nachahmen oder herstellen lässt. Ich denke daraus besteht wahre Kunst und die Künstler, die oft verkannt und einzelgängerisch zu Lebzeiten waren. Man kann sie nicht nachahmen.
sehr viele Einzel-und Gruppenausstellungen